Die Coronakrise – ein psychologischer Erklärungsversuch

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von Hans Peter Wimmer

Aktueller Kontext

Wir erleben täglich, dass die für den Lock Down und für die Einschränkung unserer durch das Grundgesetz garantierten Grundrechte politisch Verantwortlichen alternative wissenschaftliche Meinungen nicht zulassen bzw. die jeweiligen Wissenschaftler denunzieren, sie der Lächerlichkeit preisgeben, bis hin zum Rufmord und dem damit verbundenen Verlust des Arbeitsplatzes.

Wir erleben, dass die die Regierung zu kontrollierende Opposition in der Versenkung verschwunden ist und wider besseres Wissen ihrer parlamentarischen Arbeit nicht nachkommt, zum Beispiel in der Beantragung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses.

Wir erleben darüber hinaus, dass die „4. Kraft des Staates“, ausgeübt durch die Journalisten der Mainstream Medien, ihrer journalistischen Verantwortung nicht gerecht werden. Die in den von der GEZ finanzierten Medien tätigen Journalisten vertreten meist völlig unkritisch die offizielle Regierungsmeinung (Merkel und Spahn), die aus lediglich zwei Expertisen gespeist ist (Prof. Drosten und Prof. Wieler). Es ist offenkundig und unwiderlegbar, dass die Mainstream Presse täglich fake news verbreitet, insbesondere was die Anzahl und die soziologische Herkunft der Teilnehmer von Demonstrationen für die Wiederherstellung und Erhalt unseres Grundgesetzes betrifft. Jüngstes Beispiel die Berichterstattung über die Demonstration am 1. August 2020 in Berlin.

Nachdem oben genannte Fakten mathematisch bzw. naturwissenschaftlich nicht verifiziert geschweige denn falsifiziert und somit aus sachlogischer Betrachtung völlig unsinnig, ja gefährlich sind, da sie das „Volk“ mit puren Falschmeldungen manipulieren, muss es ja andere, „gute“ Gründe für diese Verhaltensweisen geben. Denn: Nichts geschieht ohne Grund.

Was könnten denn „gute“ Gründe sein?

Psychologische Spiele versus offene Kommunikation

Ich versuche, diese anhand der Landkarte der „Psychologischen Spiele“ zu verstehen. Diese Erklärungsansätze sind Teil der Transaktionsanalyse, ursprünglich von Eric Berne begründet. Wir können demzufolge menschliches Verhalten und Kommunikation aus zwei gegensätzlichen Richtungen reflektieren.

Während die eine Richtung gekennzeichnet ist durch offene, transparente Kommunikation, der Absicht geschuldet, ein Win-Win Ergebnis zu erzielen und demgemäß primär sachlich motiviert ist, ist die andere Richtung, als „Psychologische Spiele“ beschrieben, an Ergebnissen interessiert, die primär einem persönlichen Nutzen dienen und demzufolge durch und mit verdeckten Botschaften operieren.

Hilfreich für das Verstehen der letztgenannten Richtung ist das sogenannte „Drama Dreieck.

Das Drama Dreieck

Ein „Drama Dreieck“ lebt von psychologischen Rollen, der Opfer-Rolle, der Verfolger-Rolle und der Retter-Rolle. Das „Drama Dreieck“ kann intrapsychisch (durch die Aktivierung der entsprechenden Teilpersönlichkeiten) oder interpsychisch gelebt werden. „Drama“  deswegen, da die Kommunikation harmlos, scheinbar sachlich beginnt, jedoch schlagartig den Fokus wechselt und die eigentliche Absicht der Kommunikanten sichtbar wird und niemals mit einem Happy End endet. „Dreieck“, da sich die psychologischen Rollen blitzschnell verändern können und die Beteiligten wechselseitig mal die eine, mal die anderen Rollen einnehmen.

Welche psychologische Rolle ist zur Konstituierung eines Drama Dreiecks wohl am wichtigsten? Es ist die Übernahme der Opfer-Rolle, denn ohne dass wenigstens ein an der Kommunikation beteiligter diese Rolle einnimmt, funktioniert das psychologische Spiel nicht. Angenommen, die Mehrheit der bundesdeutschen Bevölkerung wäre in ihrem Individuationsprozess kollektiv weiter fortgeschritten als sie es meiner Meinung nach aktuell ist, gäbe es vermutlich deutlich weniger Menschen, die sich ohne Not anpassen, also aus dem Angst- bzw. Überlebensmodus unkritisch und unreflektiert alle verordneten Maßnahmen hinnehmen (Opfer-Rolle).

Bewusste Entscheidungen treffen

Damit meine ich nicht die Menschen, die sich bewusst für die Einhaltung von Verordnungen, die aus Sicht der offiziellen Stellen dem Gesundheitsschutz dienen, entscheiden. Da niemand weiß, welche Entscheidung nun „richtig“ oder „falsch“ ist, ist das einzige Kriterium für eine konstruktive Entscheidung die freie Wahl aus dem freien Kind-Ich in Verbindung mit dem Erwachsenen-Ich. Derart getroffene Entscheidungen beinhalten auch die volle Verantwortungsübernahme der Entscheidung. Natürlich wäre es für ein derart bewusstes Verhalten sehr hilfreich, wenn an der politischen Willensbildung alle relevanten Fachleute beteiligt sind, was leider in keinster Weise erfüllt ist und somit die Verantwortung für die Konsequenzen der Entscheidung in unzulässiger Weise den Betroffenen überlassen bleibt.

Ein Traum?

Ich träume davon, dass der Anteil der Menschen, die die manipulativen Beziehungsangebote derjenigen, die die Verfolger- und/oder Retter-Rollen einnehmen, durchschauen und durchkreuzen und somit die Muster der  Eltern-Kind und Kind-Eltern Transaktionen verstören, deutlich zunimmt. Der Lock Down in der aktuellen radikalen, die menschlichen Beziehungen und die Volkswirtschaft vernichtenden Form würde dann niemals funktionieren.